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10.08.2020

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LETZTE ÄNDERUNG AM:
23.07.2020
 
Grönlandhund FCI-Standard
 
FCI, Gruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp
FCI-Standard Nr. 274


Allgemeines Erscheinungsbild
Der Grönlandhund ist ein sehr kräftiger Polarspitz und so gebaut, dass er die nötige Ausdauer bei der harten Arbeit eines Schlittenhundes unter arktischen Bedingungen aufbringen kann.
Eine gewisse Variation an Größe wird akzeptiert, sofern dadurch die Leistungsfähigkeit und die Harmonie des Hundes nicht beeinträchtigt werden.
Wichtige Proportionen
Der Körper passt in ein kurzes Rechteck, wobei das Verhältnis der Widerristhöhe zur Körperlänge 10: 11 betragt. Hündinnen dürfen einen etwas längeren Körper haben.
Verhalten und Charakter (Wesen)
Die vorherrschenden Charaktereigenschaften des Grönlandhundes sind Energie, Beharrlichkeit und Mut. Er ist ein passionierter und unermüdlicher Schlittenhund. Menschen, auch Fremden gegenüber, verhält er sich freundlich; wenn er als Schlittenhund verwendet wird, ist er nicht an eine bestimmte Person gebunden und ist deshalb auch nicht als Wachhund geeignet.
Er zeigt einen starken Jagdinstinkt für Seehund und Eisbär.
Kopf
Schädel
Breit und leicht gewölbt, am breitesten zwischen den Ohren
Stop
Deutlich, aber nicht stark betont.
Nasenschwamm
Groß und von dunkler Farbe, der Farbe des Haarkleides entsprechend; oft leberfarben bei Hunden mit rot-goldenem Haarkleid. Im Winter darf er fleischfarben werden (Wechselnase).
Fang
Keilförmig, am Ansatz breit, verjüngt sich zur Nase hin, ist aber nicht spitz. Der Nasenrücken ist vom Ansatz bis zum Nasenschwamm hin gerade und breit.
Kiefer/Zähne
Breite Kiefer mit großen Zähnen. Scherengebiss. Vor- oder Rückbiss sind ein Fehler.
Lefzen
Dünn und straff, dem sehr kräftigen Gebiss eng anliegend.
Zähne
Starke Kiefer mit regelmäßig angeordneten, gesunden und kräftigen Zähnen. Scherengebiss.
Augen
Vorzugsweise dunkel, können aber der Farbe des Haarkleides angepasst sein; leicht schräg gestellt, weder hervortretend noch zu tief eingebettet; freier, furchtloser Ausdruck. Augenlider gut anliegend.
Ohren
Eher klein, dreieckig und an den Spitzen abgerundet; stramm aufrecht getragen. Sehr beweglich und ausdrucksvoll durch ihre jeweilige Haltung.
Hals
Sehr kräftig und eher kurz.
Körper
Kräftig und ziemlich kompakt, nur geringfügig länger als die Widerristhöhe.
Rücken
Gerade.
Brust
Tief und breit, Rippenkorb jedoch nicht fassförmig.
Bauch
Folgt der Linie des Brustbeins. Darf etwas aufgezogen sein.
Rute
Hoch angesetzt, dick und buschig. Sie wird bogenförmig gekrümmt oder leicht eingerollt über dem Rücken getragen.
Vorderhand
Von vorne betrachtet sind die Vorderläufe vollkommen gerade; kräftige Bemuskelung und schwerer Knochenbau.
Schultern
Mäßig schräg gelagert.
Vordermittelfuß
Kräftig und elastisch, nur leicht schräg gestellt.
Hinterhand
Von hinten betrachtet sind die Hinterläufe vollkommen gerade; starke Bemuskelung, schwerer Knochenbau, mäßige Winkelungen.
Pfoten
Ziemlich groß, kräftig und rundlich, mit starken Krallen und Ballen.
Gangwerk
Ein leistungsfähiger, harmonischer, fließender und unermüdlicher Trab ist für einen Schlittenhund höchst wichtig. Im Ausstellungsring sollte der Hund an loser Leine in einem gemäßigten Trab vorgeführt werden, um den guten Vortritt der Vorderhand und den kräftigen Schub aus der Hinterhand vorzuzeigen. Von vorne gesehen, zeigt der Grönlandhund im Schritt kein sog. "Schnüren", sondern erst mit zunehmender Geschwindigkeit konvergieren die Läufe allmählich, bis die Pfoten der Mittellinie folgen.
Haarkleid
Beschaffenheit
Doppeltes Haarkleid; dichte und weiche Unterwolle sowie ein dichtes, glattes und harsches Deckhaar ohne Locken oder Wellen. Das Haar ist am Kopf und an den Läufen eher kurz, länger und reichlicher am Körper, lang an der Unterseite der Rute, was sie buschig erscheinen lässt.
Farbe
Alle Farben, ob ein- oder mehrfarbig, sind gleichermaßen zulässig mit Ausnahme der Albinos; diese sind auszuschließen.
Größe und Gewicht
Für Rüden 60 cm und mehr,
für Hündinnen 55 cm und mehr.

Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
1.) Leichter Knochenbau.
2.) Kurze Läufe, tief gestellter Körper.
3.) Ängstlichkeit.
Schwerer Fehler:
Langes und weiches Haarkleid.
Ausschließende Fehler
1.) Albinismus
2.) Aggressivität.
3.) Blaue Augen.

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
 
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